Erfahrung schon seit 1987
Die Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt.
Für Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Beihilfefähig.

KOMBINATIONSKOPFSCHMERZEN

Die verschiedenen Kopfschmerz formen (in Anlehnung an die IHS (internationale Kopfschmerzgesellschaft)):

1. Primärer Kopfschmerz

1.1 Migräne

- ohne Aura

- mit Aura

- andere Kopfschmerz -Formen

1.2 Kopfschmerz vom Spannungstyp
1.3 Trigeminoautonome Kopfschmerzen (paroxysmale Hemikranie,
Cluster-Kopfschmerz und SUNCT-Syndrom)

1.4 Primärer Kopfschmerz, der weder den Migräne - noch dem
Cluster-Kopfschmerz zuzuordnen ist:

- zervikogener Kopfschmerz

- Okzipitalneuralgie

- Hemicrania continua (anhaltender Halbseitenkopfschmerz)

- Raeder-Syndrom

- Neck-tongue-Syndrom
- neu aufgetretener Dauerkopfschmerz
(engl.: new daily persistent headache)

2. Sekundärer Kopfschmerz (symptomatischer Kopfschmerz)

- Kopfschmerz als (zunächst) einziges Symptom

- Kopfschmerz als Begleitsymptom

3. Kombinationskopfschmerzen

- Migräne und Spannungskopfschmerz

- Migräne und Schmerzmittel-Kopfschmerz / Ergotamin-Kopfschmerz

- Spannungskopfschmerz- und Schmerzmittel-Kopfschmerz

- andere Kombinationskopfschmerzen

Bei Kombinationskopfschmerzen dominiert eindeutig die Kombination folgender Kopfschmerzsyndrome (= Kopfschmerzerkrankungen):

1. Migräne (http://www.migraene.cc) und

2. Spannungskopfschmerz

Die einzelnen Komponenten können entweder gemeinsam oder zeitlich voneinander getrennt auftreten. Da die Einzelsymptome auch fließend ineinander übergehen können, lassen sich nicht in jedem Falle die Einzelkomponenten trennen. Häufig kommen die Patienten mit der Hilfsdiagnose "migränoide Kephalgie" (= migräneartiger Kopfschmerz).

Weitere (eher seltenere) Kombinationskopfschmerzen


Therapie der Kombinationskopfschmerzen

1. Zur Beha ndlung der Kombination von M igräne und Kop fschmerz vom Spannun gstyp gilt als Mittel der Wahl die parallele Medikation mit einem Beta-Blocker (= eigentlich ein Blutdruckmittel, wirkt aber auch gegen M igräne) und einem Antidepressivum (= Mittel gegen Depression, aber auch bei Schmerzen hilfreich). Wir bevorzugen Propanolol, 160-240 mg/d und Maprotilin, bis 150 mg/d. Für die akute und subakute Schmerzbehandlung hat sich die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) im Kopf bereich bewährt. Je nach aktueller Schmerzsituation können auch Schmerzmittel verabreicht werden.

2. Bei allen Kombinationskopfschmerzen, die mit einem Schmerzm ittel- oder Ergotaminabusus (= mißbräuchliche Anwendung von Schmerzmi ttel bzw. Ergo tamin) einhergehen, wie die Kombinationen M igräne und Schmerzm ittel- oder Ergotaminkopfschmerzen, steht zunächst die Entzugsbehandlung im Vordergrund. Wegen des gefürchteten Entzugskopfschmerz es sollte die Beha ndlung stationär in einer Schmerzklinik erfolgen.
Nach unserer Erfahrung läßt sich ein Entzug besonders erfolgreich mit Trimipramin
(= ein Mittel primär zur Behandlun g der Psyche, wirkt aber auch schmerzlindernd) bewerkstelligen. Die sonst ca. 3-10 Tage anhaltenden Entzugskopfschmerzen sprechen in der Regel zuverlässig auf die wiederholte (1 bis 2 mal tägliche) therapeutische Lokalanästhesie im Kopf bereich an.
Die Schmerztherapie mit einem örtlichen Betäubungsmittel ist in dieser Situation die optimale Lösung, da es wenig sinnvoll ist, den Entzugskop fschmerz wieder mit (anderen) Schmerzmitteln behandeln zu wollen. Da die therapeutische Lokalanästhesie auch zur prophylaktischen
(= vorbeugenden) Migränetherapie geeignet ist, tritt die ursprüngliche M igräne nach einem erfolgreichen En tzug oft nur noch in abgeschwächter Form auf.
Bei nicht ausreichender Wirkung kann immer noch zusätzlich ein Betablocker
(= Blutdruckmittel, das auch bei M igräne hilft) (z.B. Propanolol) oder ein Serotonin-Antagonist (= ein dem Gewebshormon Serotonin entgegenwirkendes Mittel) verabreicht werden.

3. Die Beha ndlung der Kombination Spannun gs- und Schmerzm ittelkopfschmerzen erfolgt analog zu 2. Zunächst beginnt man wieder die Schmerzmittelentzugsbehandlung mit Trimipramin unter dem Schutz einer wiederholten therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlun g mit einem örtlichen Betäubungsmittel). Im Zuge einer stationären Schmerztherapie führen wir diese dann 2x täglich noch ca. 10-14 Tage konsequent weiter.
Zur Schmerzprophylaxe
(= Schmerzvorbeugung) der Spannungskopfschmerzen ist die Einleitung einer schmerzdistanzierenden psychotropen Medikation (= Mittel zur Behandlun g der Psyche, wirkt aber auch gegen Schmerzen) sinnvoll. Dazu tauschen wir dann später Trimipramin gegen Maprotilin oder Doxepin aus.

4. Vom Prinzip her gelten die beschriebenen Therapiemaßnahmen auch für andere Kombinationskopfschmerzen. Ist eine Komponente ein Schmerzm ittelkop fschmerz, so erfolgt immer zunächst der En tzug, danach wird das ursprüngliche Kopfschmerzsyndrom behandelt. In der Praxis ist es allerdings oft nicht einfach, einen Kombinationskop fschmerz zu erkennen, besonders wenn eine langjährige chronische Verlaufsform vorliegt.
Auch wenn wir nicht sicher sind, daß Schmerzm
ittel- oder Ergotaminkopfschmerzen vorliegt, dies aber aufgrund des aktuellen Medikamentenverbrauchs theoretisch möglich erscheint, führen wir die beschriebene Entzugsbehandlung durch, wobei wir die gewohnte, bisherige Schmerzmittelmedikation sofort absetzen. Nicht selten bleiben Kopf schmerzen nach dieser Schmerzbehandlung völlig weg, so daß dann nicht einmal mehr im nachhinein eine differenzierte Diagnose gestellt werden kann.

Therapeutische Lokalanästhesiesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) im Bereich des Kopfes zur Entzugsbehandlung:
Blockade aller
Nerven, die an der sensiblen Innervation (= Versorgung) des Schmerzbereichs beteiligt sind (infrage kommen die Ner ven supraorbitales, occipitales majores et minores), mit 1-2 ml z.B. Bupivacain 0,25-0,5% an ihren Austrittspunkten, 1 bis 2 mal täglich. Zusätzlich werden, falls betroffen, die Aurikulotemporalis-Region (= Schläfenbereich) und korrespondierende Triggerpunkte (= Schmerzreizpunkte) infiltriert. Von besonderer Bedeutung sind die myofaszialen (= Muskeln und deren Gewebsumhüllung betreffende) Triggerpunkte.
Bei hinterkopfbetonten Kop
fschmerzen, auch mit mehr oder weniger deutlicher Beteiligung der Halswirbelsäule, unabhängig davon wie die Kopfschmerz en nach den oben genannten Kriterien klassifiziert wurden, führen wir in gleicher Sitzung tiefe Infiltrationen der paravertebralen (= an die Wirbelsäule angrenzenden) Muskulatur mit insgesamt etwa 4- 6 ml durch.

Grundsätzlich sind auch bei den verschiedenen Kombinationskopfschmerzen nichtmedikamentöse Therapieverfahren sinnvoll, so z.B. die transkutane (= über die Haut verabreichte) elektrische Nervenstimulation mittels Klebeelektroden und Biofeedback (= Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale), insbesondere aber auch psychologische Interventionen (z.B. Erlernen von Entspannungstechniken, Schmerzbewältigungstraining).

Was die Presse über unsere Migränebehandlung berichtet: www.1-migraene.de/artikel1

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Der Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Eine Auswahl weiterer Schmerzthemen
Zu allen Schmerzthemen (734) gelangen Sie hier: www.schmerz.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)

Aktualisiert:>22.10.2008</> kusb&
A
Achillobursitis, Achillodynie, Achillessehnenentzündung,
Adoleszentenkyphose, Algodystrophie-Syndrom, Algoneurodystrophie, Algogenes Psychosyndrom, Algurie, akrales Ischämie-Syndrom, alkoholische Polyneuropathie, Amputation, Analgetikakopfschmerz, Anfall bei Migräne, anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ankylosierende Spondylitis, Ansatztendopathie, Apoplexia, Apoplexia cerebri, Apoplex (1), Apoplex (www.apoplex.biz) (2), Armneuralgie, Armplexusläsion, Armschmerz, arterielle Durchblutungsstörungen, (www.durchblutungsstoerungen-arterielle.de), Armschmerzen (http://www.armschmerzen.eu), arterielle Verschlußkrankheit (www.verschlusskrankheit-arterielle.de), Arteriitis temporalis, Arteriitis granulomatosa, Arthritis (www.arthropathien.de/arthritis), Arthritis urica, Arthropathia, Arthrose (www.1-arthrose.de), Arthrosis (http://www.arthrosis.biz), Arthrosen (http://www.arthrosen.info), Arthrose im Knie, Arthrose (in) der Schulter, Arthroseschmerz, Attacke bei Migräne, Auriculotemporalis-Syndrom, Atypischer Gesichtsschmerz, Aurikulotemporales Syndrom,

Impressum

---------------------------------------

www.kombinationskopfschmerzen.de <strong>Kombinationskopfschmerzen </strong>

Webkatalog - zum Finden